KusKus kennt derzeit vier verschiedene Möglichkeiten, die Provision des Fotografen oder des Vertriebspartners zu berechnen. Dabei können auch mehrere dieser 4 Arten gleichzeitig eingesetzt und miteinander kombiniert werden. Jede Art von Provision kann bei jedem Auftrag einzeln gesetzt und geändert werden.
Die 4 Arten der Provisionsberechnung:
Diese Einstellung und Festlegungen für diese Arten finden sich in dem Stammdaten des Mitarbeiters. Dabei kann angegeben werden, bei welcher Arte Einrichtung der Mitarbeiter welche Art von Provision bekommt und wie hoch sie ist.
Beim Anlegen einen Auftrages werden die in den Stammdaten gespeicherten Provisionseinstellungen in den Auftrag kopiert. Das gilt für den dort festgelegten Fotografen und Vertriebspartner.
ACHTUNG: Wird ein Auftrag beispielsweise mit Fotograf A angelegt und später in Fotograf B geändert, bleiben die Einstellungen von Fotograf A in dem Auftrag erhalten. Die Werte von Fotograf B müssen manuell nachgetragen werden. Der Grund für dieses Verhalten liegt darin, dass bei einem Neuschreiben der Werte die evtl. vorhandenen manuellen Änderungen ebenfalls überschrieben werden - das kann nicht erwünscht sein.
Die Einstellungen der Art der Einrichtung (Kindergarten, Schule, Sonderschule, etc..) entscheidet darüber, ob der jeweilige Punkte beim Anlegen des Auftrags in diesen kopiert wird oder nicht.
Beim Anlegen eines Auftrags kopiert KuSKuS die Provisionseinstellungen des Mitarbeiters in den Auftrag.
Das hat zur Folge, dass sich -ist der Auftrag einmal angelegt- eine Änderung bei den Stammdaten des Mitarbeiters nicht auf die Provisionen bereits bestehender Aufträge auswirkt.
Es ist möglich, die Provisionen jedes einzelnen Auftrages anzupassen. Ein Controller oder Administrator (und jeder, der berechtigt ist, einen Provisionslauf durchzuführen) kann die Provisionseinstellung eines Auftrags einsehen und ändern.
Der Auftrag kann manuell abgerechnet werden. Dazu muss man in der Provisionseinstellung des Auftrags das jeweilige Häckchen entfernen, das den Provisionslauf ermöglicht. Dann wird dieser Auftrag bei der Abrechnung des Fotografen oder des Vertrieblers nicht berücksichtigt.
Beim Auftrag kann man die Abrechnung des Fotografen oder des Vertriebsmitarbeiters getrennt vornehmen.
Bei einem Vertriebsmitarbeiter lässt sich einstellen, ab welchen Auftragsstatus die Provision berechnet werden soll. Beim Fotografen ist das stets 'An Einrichtung versendet', weil erst hier die relevanten Daten vorliegen. Bekommt der Fotograf oder Vertriebler einen Anteil am tatsächlichen Umsatz, kann dieser Wert natürlich erst berücksichtigt werden, wenn ein Geldeingang vorliegt.
Auch ist es möglich, einen Abzug für Gerätepfand oder Vertriebsmittel von der Provision einzubehalten. KusKus errechnet automatisch einen Abzug von X Prozent (Stammdaten), bis der Betrag Y (Stammdaten) erreicht ist.
Beim Provisionslauf greift KusKus auf unterschiedliche Datenfelder des Auftrags zurück - je nach Provisonsart sind das:
Wenn die Provisionsabrechnung nach einigen Testläufen und daraus folgenden Berichtigungen tatsächlich erfolgt, wird automatisch ein Event für die Provisionsauszahlung angelegt. KusKus geht ab diesen Moment davon aus, dass eine Auszahlung auch erfolgt.
Diese 4 Arten können im Auftrag kombiniert werden. Z.B.: Der Fotograf bekommt 5% vom max. Umsatz, dann noch 0,30 EU pro Kopf plus 45 Euro Benzingeld. Ausserdem noch 2% vom tatsächlichen Geldeingang (Umsatz). Alle Werte werden netto berechnet und der individuelle Umsatzsteuersatz des Mitarbeiters am Ende dazugerechnet.
Rechnung:
Kopfzahl der Serie 1 multipliziert mit dem provisionsfähigen Satz der Serie (findet man bei den Einstellungen der Serie, i.d.R. ist das der Serienwert minus Umsatzssteuer).
Für Serie 2 & 3 die gleiche Rechnung. Die Summe aller 3 Werte ist der max. Planungsumsatz.
Von diesem Wert geht der Rabatt für die Einrichtung weg. Das ist der max. zu erzielende Umsatz.
Von diesem max. zu erzielenden Umsatz bekommt der Mitarbeiter einen Prozentwert.
Es wurden 120 Kinder fotografiert. 80 davon bekommen eine Serie zu 15 Euro. Der Nettowert der Serie ist provisionsfähig, also 12,605 Euro.
Die restlichen 40 Kinder bekommen eine Serie zu 10 Euro. Provisionswert: 8,4033 Euro.
Bei der Berechnung ist der Wert entscheidend, der bei den einzelnen Serien steht, nicht der Kinderzahl-Gesamtwert weiter oben beim Auftrag!
Auf der Provisonsabrechnung ist unter 'Serien' zu sehen: 1. Zeile:
80/40/0 (Serie1: 80 Kinder, Serie2: 40 Kinder, Serie3: gibt es nicht).
Zweite Zeile:
12,61€/8,40€/0,00€ (Serie1: 12,61 EU netto, etc. Alle Werte gerundet, intern rechnet KusKus ungerundet)
KusKus rechnet: 80*12,605+40*8,40336 = 1008,4+336,13 = 1344,53 EU max. Planungsumsatz
Jetzt bekommt die Einrichtung 10% Rabatt und der Vertriebspartner 11% Provision.
Also: 1344,53 EU minus 10% = 1210,077 EU max. zu erzielende Umsatz.
Davon bekommt er 11%. Also 133,11 EU wird an den Mitarbeiter ausbezahlt.
Der Mitarbeiter bekommt X Prozent vom tatsächlich eingenommenen Geld. Dieser Wert wird über die Geldeingangs-Events bestimmt.
Bei Einzelzahler-Aufträgen kommt es i.d.R. noch nach langer Zeit zu einem Geldeingang. In diesem Fall taucht der Auftrag auch nach langer Zeit nochmal in der Provisionsliste auf, weil KusKus automatisch nachprovisioniert.
Die Einrichtung überweist 1.000 EU. Der Mitarbeiter bekommt davon 10%.
Der Nettowert der Überweisung beträgt 1000 EU ohne 19% Umsatzst. = 840,37 EU. Davon 10% = 84,03 EU.
Hier ist einzig und alleine der Wert bei der Gesamtzahl der Kinder im Auftrag entscheidend, nicht der Wert bei den einzelnen Serien!
Die Rechnung ist einfach: Kinderzahl mal eingestellter Provsionswert (=netto).
Der Fotograf bekommt 1 Euro pro Kopf, 100 Kinder wurden fotografiert. Er bekommt daher 100 Euro.
Der Mitarbeiter bekommt einen bestimmten Betrag (netto) für den Auftrag.
Benzingeld & Hotelkosten werden auch über diesen Punkt abgerechnet.
Der Mitarbeiter bekommt 100 EU für den Auftrag. In der Abrechnung erscheinen 100 EU.
Ein Auftrag taucht nicht in der Provisionsabrechnung auf, obwohl er es sollt. Oder der errechnete Betrag ist offensichtlich falsch. Das liegt stets an den Einstellungen beim Auftrag und hat immer einen plausiblen Grund.